Corona im Nonnenkloster

Wie einige von euch schon mitbekommen haben, hat sich am Freitag unsere liebe Ayya leider zusätzlich zu ihrer Borreliose auch noch mit Corona angesteckt.

Nachdem es ihr am Wochenende ziemlich schlecht ging mit richtig hohem Fieber, geht es ihr heute schon etwas besser und das Fieber ist auch wieder gesunken. Wir danken euch allen, die an sie gedacht und für sie gechantet oder ihr auf andere Weise heilende Energie gesandt haben!

Es geht ihr zwar besser, sie ist aber noch nicht über den Berg und heilende Energie ist nach wie vor höchst willkommen! Möge sie schnell genesen und sich bald wieder putzmunter fühlen!

Änderung des Themas des Vortrags heute Abend

Ayya leidet noch unter den Nebenwirkungen der Antibiotika gegen die Borreliose.

Daher springen wir Jungnonnen heute Abend ein und berichten über unsere Motivation zum Nonnendasein und unsere Fortschritte in der Persönlichkeitsentwicklung sowie auf unseren spezifischen Expertisengebieten.

Kleine Pilgerreise der Jungnonnen

Nach langem Planen und wieder Verwerfen verschiedenster Routen für unsere erste Pilgerreise war es letzten Mittwoch soweit: Anuvidita, Saccika und ich (Rakkhita) brachen zu unserer ersten mehrtägigen Pilgerreise auf. Bereits an unserem Startpunkt, dem Almosengang auf dem Markt in Kempten, warteten die ersten wunderbaren Erlebnisse auf uns. Die liebe Edith, die uns schon mehrmals Almosen gegeben hatte, bat uns, eine Viertelstunde zu warten und fuhr extra nach Hause, um uns liebevoll belegte Stullen, Obst, Kekse, Riegel und sogar einen kleinen Christstollen auf die Wanderung mitzugeben. Soooo lieb!!!

Wohlversorgt machten wir uns also auf den Weg, um die Hügel rund um Kempten Richtung Wiggensbach zu erklimmen. Trotz gemischtem Wetterbericht meinten es die Wetterdevas gut mit uns und begleiteten uns mit herrlichem Wetter über die Wiesen und Felder. Nachdem wir uns auf einer schönen Wiese am Rande eines kleinen plätschernden Baches gestärkt hatten, trugen uns die allmählich müden Füße langsam aber stetig zum Duracherberg, unserer ersten Pilgerstation. Dort besuchten wir Samanera Pasanna in seiner kleinen Einsiedelei. Nach einer geführten Meditation über die fünf Kandhas wurden wir von Martina abgeholt, die uns zu unserem Schlafplatz brachte. Martina und Markus erzählten uns viel über ihren Hof und ihre interessante Arbeit mit „schwierigen“ Jugendlichen.

Am nächsten Tag wurden wir nach einem liebevollen ausgiebigen Frühstück von Pasanna und Jürgen mit einem reichhaltigen Lunchpaket versorgt. Da sich die Wetterdevas nun doch an den Wetterbericht hielten und es in Strömen regnete, beschloss Markus, uns ein Stück weit mit dem Auto zu fahren, so dass wir uns den ersten Abschnitt über die Landstraße sparen und direkt unter dem Schutz der Bäume losmarschieren konnten.

Bei inzwischen schon wieder etwas trockenerem Wetter erklommen wir den Kamm des Hügelzugs und folgten dem Verlauf der Hügelkette. Nachdem ich einige allzu zuversichtliche Sprüche über den Schutz der Devas vor Regen fallen gelassen hatte, erteilten sie uns eine Lektion: kaum sprach Anuvidita das erste Wort des Mittagssegens, öffnete der Himmel seine Schleusen. Hastig bastelten wir uns aus Regenschirmen und Regenponchos notdürftig ein Dach und bemühten uns, achtsames Essen und Schutz vor Wolkenbruch unter einen Hut zu bringen.
Trotz oder gerade wegen der herausfordernden Situation war es eine sehr heitere Rast und wir haben immerhin gelernt, dass eine durchnässte Robe kein Weltuntergang ist ;-).

Viel später als geplant, trafen wir gegen Abend in der Metta Vihara ein. Hätte uns nicht ein freundlicher Urlauber unterwegs aufgeladen und in die Metta gefahren, wäre es wohl noch viel später geworden. Auch in der Metta wurden wir aufs herzlichste Willkommen geheißen und liebevoll umsorgt. Nach der Abendmeditation durften Anuvidita und ich unser tägliches Friedenschanting in der Pagode abhalten, und viele Gäste nutzten die Gelegenheit, dabei zu sein und waren sichtlich berührt.

Am nächsten Morgen hatten wir wieder das Glück, dass wir ein Stück weit mit dem Auto mitgenommen wurden, da die restliche Strecke nach Ottacker und dann nach Hause wirklich sehr weit und sehr ambitioniert war. Wir haben viel gelernt bei dieser Pilgerreise: über unpraktisches Gepäck, überschätzte Kondition und viel zu ambitionierte Etappen. Aber auch über unheimlich liebe, fürsorgliche Unterstützung von alten und neuen Freunden und auch von wildfremden Leuten, die durstige Nonnen großzügig mit Trinkflaschen versorgten.

Es war wirklich ein großes Glück, dass wir uns den ersten Hügel sparen durften; zumindest ich schleppte mich tatsächlich mit letzter Kraft zu Helga und Gerhard in Ottacker. Die beiden versorgten uns liebevoll mit Saft und Stärkungsmitteln und erzählten viel Interessantes von ihren Erlebnissen bei ihrer ehrenamtlichen Arbeit für Mahabodhi in Ladakh und mit Flüchtlingen.

Und wieder war das Glück uns erschöpften Nonnen hold: da ich es unmöglich noch am selben Abend nach Hause geschafft hätte, sondern irgendwo im Wald hätte übernachten müssen, fuhr Helga uns ins Kloster zurück.

Mögen alle lieben Menschen, die uns auf unserer Tour so liebevoll unterstützt haben, viel viel Segen erhalten. Möge er sie auf dem Weg zum Ende des Leids vorwärtsbringen, so wie sie uns auf unserem Weg vorwärts gebracht haben!

Abendliches Friedenschanting

Seit in der Ukraine Krieg herrscht, chanten jeden Abend eine oder mehrere Nonnen für den Frieden auf der Welt, in dem sie liebende Güte in die 10 Himmelsrichtung ausstrahlen.

Nun brechen wir Jungnonnen morgen Mittwoch zu einer kleinen Tudongtour auf, von der wir erst Freitagabend zurückkehren werden. Daher findet heute Abend nochmals das Friedenschanting statt und danach erst am Samstagabend wieder. Wir werden aber von unterwegs chanten und ihr könnt gerne zu Hause chanten und euch verbunden fühlen!