Aus welchem Grund führt man den heiligen Lebenswandel?
Der April hat begonnen und gerade fliegen noch dicke Schneeflocken um die Anenja Vihara herum, voll mit Nässe, also werden sie nicht lange liegen bleiben. Die Vögel lassen schon mehr von sich hören und die ersten Narzissen und Bärlauchblätter kommen aus der Erde. Der Frühling ist im Anmarsch – Wandel , immer wieder – jetzt – ein Moment und schon vorbei.
Auch im Innen entsteht der Moment und vergeht. Nichts zu halten und laufen zu lassen, die Unbeständigkeit des Daseins und das Leid, welches das Festhalten mit sich bringt – das muss betrachtet und erkannt werden. Dazu leben wir Nonnen im Kloster, geleitet vom Dhamma des Buddha. Lernen wir es in uns kennen und können wir es fruchtbar umsetzen, dann können wir es in andern viel besser sehen und unterstützend für jeden da sein.
“Was ist der Zweck”
“… zu welchem Zweck führt man das geistliche Leben unter dem Asketen Gotama?‘ ‚Der Zweck, zu dem man das geistliche Leben unter dem Buddha führt, ist es, das Leiden vollständig zu verstehen.‘…
…Gibt es einen Pfad und eine Übung, um dieses Leiden vollständig zu verstehen?‘, ‚Es gibt einen solchen Pfad.‘
… Es ist einfach dieser edle achtfache Pfad: nämlich rechte Ansicht, rechtes Denken, rechte Rede, rechtes Verhalten, rechter Lebenserwerb, rechter Einsatz, rechte Achtsamkeit und rechte Versenkung. Das ist der Pfad und die Übung, um dieses Leiden vollständig zu verstehen…” – Kimatthiyasutta, SN45.5