Ayya Saccikā ist zurück aus den USA wo sie Ayya Suddhamma während ihrer Lungenentzündung Unterstützung gegeben hatte. Sie besuchte über Neujahr das das Kloster Dhammanikom im Brandenburgischen. Ende Januar wird sie eine Zeit im Retreat auf der schwäbischen Alp verbringen.
Ayya Anuvidita (Mitte) ist in Thailand und hatte am Ajahn -Cha- Memorial – Day viele inspirierende Begegnungen in Wat Nong Pah Pong. Ende März wird sie in der Anenja Vihara für einen Monat die Leitung gemeinsam mit Ayya Rakkhita übernehmen.
Ayya Rakkhita hat drei Monate bei Upasikha Kamala auf Sardinien verbracht und an diesem aufblühenden Ort des Dhammas auch ein Retreat gegeben. Bevor sie Ende März zu uns kommt, verweilt sie in der eingeschneiten Metta Vihara.
Ayya Jutindhara (li) hatte sich im Dezember zusammen mit Ayya Mettajivi (re) auf die Pilgerreise auf den Spuren von Mahapajapati Gotami von Lumbini nach Vesali begeben. Zurück in Kambodscha fahren beide dort fort, als erste weibliche Ordinierte in der Theravadatradition das Dhamma zu verbreiten. Viel Arbeit also, wobei sie jedoch gute Unterstüzung auch von Mönchen erhalten.
Während Ayya sich nur sehr langsam von ihrem Infekt erholt, kümmern sich Sivalī, Mahesī und Erika um die Versorgung von Beweohnern und Haus.
Dhammavortrag, Donnerstag 28.01.2026, 19:30Uhr
Maranassati – Betrachtung des Todes
An diesem Donnerstag wird Ayya Saccikā mit Maranassati eine Reflexion über eines der wichtigsten Kontemplationsobjekte der buddhistischen Praxis halten.
Der Buddha hat die Achsamkeit auf die eigene Sterblichkeit gepriesen:
“Mönche und Nonnen, wenn die Achtsamkeit auf den Tod entwickelt und gemehrt wird, bringt sie reiche Frucht und großen Vorteil. Sie gipfelt in dem, das frei vom Tod ist, und endet in dem, das frei vom Tod ist. ” – (AN8.74)
Die 16 Stufen der Einsicht – die Praxis mit Vipassanā-ñāṇas, Teil 2
Ayya Phalaññāni wird über die Stufen 7 – 16 der 16 Einsichtsstufen aus dem Visuddhimagga sprechen, die durch die von ihr gelehrten Vipassanamethode nach Ajahn Tong direkt erfahren werden können
Ayya Phalaññāni wird über die 16 Einsichtsstufen aus dem Visuddhimagga sprechen, die durch die von ihr gelehrten Vipassanamethode nach Ajahn Tong direkt erfahren werden können.
Ayya Phalaññani beginnt den Vortrag mit den wunderschönen Versen aus dem “Korb der Tugend” / CP35., Yudhañjayavagga im Kuddhaka- Nikaya.
Der „Korb der Tugend“ stellt eine frühe Systematisierung des Bodhisattva-Konzepts und seines Weges zur Erleuchtung dar. Er erzählt 34 vergangene Leben, von denen jedes eine spezifische, vom Bodhisattva entwickelte Tugend veranschaulicht. Es handelt sich um einen späten Text ohne direkte Entsprechungen in den nördlichen Sammlungen. Wie das Buddhavaṁsa ist er Teil einer umfangreichen, sektenübergreifenden Andachtsliteratur, die im 2. und 1. Jahrhundert v. Chr. entstand und die Entstehung des Mahāyāna ankündigte. (Quelle: Sutta Central)
Das große erfurchteinflößende Verhalten
Ich lagerte auf einem Leichenfeld, auf einem Skelett. Dorfrüpel kamen und verspotteten mich auf alle erdenkliche Weise.
Andere brachten mir Weihrauch und Blumen und allerlei gekochte Speisen, alle begeistert und voller Freude.
Diejenigen, die mir Schmerz bereiteten, und diejenigen, die mir Freude schenkten, waren mir gleich. Ich empfand weder Gunst noch Zorn.
Ich fand ein Gleichgewicht zwischen Freude und Schmerz, Ruhm und Schande. „Ich war in jeder Hinsicht gleich: Das ist meine vollkommene Ausgeglichenheit.“
Nachdem ich in verschiedenen vergangenen Leben vielfältiges Leid und Erfolg erfahren hatte, erlangte ich die höchste Erleuchtung.
Ich gab, was ich geben konnte, und lebte die Ethik vorbehaltlos. Nachdem ich die Vollkommenheit der Entsagung erlangt hatte, erlangte ich die höchste Erleuchtung.
Ich befragte die Weisen und unternahm höchste Anstrengungen. Nachdem ich die Vollkommenheit der Akzeptanz erlangt hatte, erlangte ich die höchste Erleuchtung.
Nachdem ich einen festen Entschluss gefasst und auf wahrhaftige Rede geachtet hatte, nachdem ich die Vollkommenheit der Liebe erlangt hatte, erlangte ich die höchste Erleuchtung.
In Gewinn und Verlust, Ruhm und Schande, Achtung und Verachtung, in allem gleich, erlangte ich die höchste Erleuchtung.
Da Faulheit als Furcht einflößend und Energie als Zufluchtsort betrachtet, erwecke Energie: Dies ist die Lehre Buddhas!
Da Streit als Furcht einflößend und Harmonie als Zufluchtsort betrachtet, sei harmonisch und höflich: Dies ist die Lehre Buddhas!
Da Nachlässigkeit als Furcht einflößend und Fleiß als Zufluchtsort betrachtet, entwickle den Achtfachen Pfad: Dies ist die Lehre Buddhas! Die Lehre Buddhas!
So erläuterte Buddha anhand seines eigenen Verhaltens in früheren Leben die Lehre, die als „Legenden des Buddha“ bekannt ist.
Aus dem Neujahrsretreat heraus wird Ayya Phalaññāni den Vortrag über die 10 Paramī halten.
Wir wünschen allen ein gesegnetes Jahr 2026. Mögen die Herzen voll Frieden und Wohlwollen sein. Mögen wir mit Gesundheit und Freude das nächste Jahr gestalten können.
Wenn wir sehen, dass jemand Hilfe braucht, sollten wir sie geben, in dem Maß, wie es uns gerade möglich ist. Hilfe und Wohlwollen trägt den Samen der Widerstandsfähigkeit.
Noch stärker hilft das Vertrauen in die Weisheit Buddhas, der die Vergänglichkeit allen Daseins und die Natur des Geistes lehrt. Das Lernen und eigene Durchdringen der Lehre verhilft zu noch größerer Widerstandskraft, um das zu meistern, was das Leben für uns bereithält.
Mit den besten Wünschen – die Nonnengemeinschaft der Anenja Vihara
“…Was ist zu tun, um richtig nachzufolgen für die, die aus dem Hause hauslos zogen und für solche, die im Hause nachfolgen?…”
Mit dem Ausklang des Jahres halten viele Menschen inne und lassen die Geschehnisse der letzten zwölf Monate Revue passieren
Wir Nonnen arbeiten täglich damit, die Tugendregeln, die wir uns auferlegt haben, umzusetzen und uns darin immer weiter zu entwickeln. Ohne diese Basis ist kein spiritueller Fortschritt zu erwarten.
Es ist wichtig, sich immer und immer wieder diese Grundlagen des monastischen Lebens zu vergegenwärtigen.
Das gleiche gilt für Mensche, die mit der buddhistischen Ethik zu Hause leben in einer etwas vereinfachteren Form.
Ayya Phlaññāni erinnert uns daran mit den Versen der Belehrung des Dhammika aus dem Sutta Nipata 2.14., “Dhammika”.
Sāmanerīweihe am 21.12.2025
Mahesi wird sich jetzt in 10 Regeln beüben, denn am Sonntag legte sie die weißen Roben ab und erhielt die Sāmanerīweihe.
Zu unserer großen Freude spendete die Thaigemeinschaft das neue Robenset inklusive Almosenschale. Zwar ist die Robe noch eine Übergangsrobe in der falschen Farbe, da die “richtige” Robe momentan beim Zoll liegt, was aber der Gültigkeit der Zeremonie keine Abbruch tut.
Som überreicht die Almosenschale.
Ayya Phlaññāni und Novizin Mahesī begeben sich beide in die Abhängigkeit der Lehrer – Schüler – Verbindung. Beide Seiten tragen Sorge und Verpflichtungen gegenüber der anderen.