Grüße aus Thailand

Unsere liebe, nun unabhängige Bhikkhuni Anuvidita hat uns liebe Grüße und schöne Bilder aus Thailand geschickt, die wir gerne mit euch teilen:

Ausflug in den glitzernden Schnee

Für eine Woche besuchte uns Saritas Mutter, um sich einen Eindruck zu verschaffen, wo ihre Tochter nun lebt. Nach einer Woche, in der sie sich unter den Nonnen sichtlich wohl gefühlt hatte, lud sie uns gestern nach Oy in die Bäckerei Schuster zum Mittagessen ein.

Davor genoss sie mit uns Nonnen einen Spaziergang auf dem Panoramaweg in Mittelberg, wo wir alle bei strahlendem Sonnenschein die wunderschön verschneite Landschaft und die atemberaubende Aussicht genossen.

Drei Nonnen im Schnee

Gestärkt durch die wunderbare Brotmahlzeit in der Bäckerei Schuster, wurden Vinita, Elisabeth (die ja schon fast eine Nonne ist) und ich nochmals auf den Panoramaweg in Mittelberg hochgefahren. Ausgerüstet mit Schneeschuhen und warm eingepackt, machten wir drei Nonnen uns auf die Wanderung zurück ins Kloster.

Unser kleiner Prinz

Unser kleiner Paschakater hatte im Dezember wirklich keine leichte Zeit. Da schleppten seine “Mädels”, deren vornehmliche Aufgabe ja darin besteht, ihm Mahlzeiten zu kredenzen, Leckerlis zu offerieren und dem feinen Herrn die Türe aufzuhalten, doch tatsächlich eine Hündin an! Gut, sie ist klein und auch ganz freundlich zu ihm. Und die Nonnenmädels gaben sich auch alle Mühe, dass Siha sich nicht vernachlässigt fühlte. Trotzdem! Alle liebgewonnenen Plätze musste er plötzlich mit ihr teilen und dann besass dieser Frischling doch tatsächlich die Frechheit, ihm das Futter wegzufressen! Sowas muss man sich mal vorstellen, unerhört! Auch dass die Nonnen den Futterplatz auf die Abseite verlegt haben, half da nicht viel. Dieser Vielfrass (natürlich ist Winila gemeint, nicht Siha) hat zwar superkurze Beinchen, hat aber überhaupt kein Problem damit, fast einen Meter hochzuspringen, wenn es darum geht, dem verwöhnten Kater das Fresschen wegzufuttern.

Die liebe Anuvidita machte sich daraufhin daran, dem kleinen Prinzen eine Plattform mitsamt Treppe zu bauen, wo er vor Winila in Sicherheit ist. Leider traute sich unser kleiner Feiglinglöwe nicht so recht, sie zu benutzen. Besonders, da Winila ja ein schlaues Mädchen ist und das “NEIN” von Ayya sofort richtig interpretiert hat – und Sihas Futter in Ruhe liess.

Nun ist Ayya schon seit Wochen weg und Winila ebenfalls. Da Siha nun nicht mehr ständig Präsenz markieren muss, kann er sich entspannen – und Neuerungen im Kloster erobern. Zum Beispiel diese Treppe nehmen Rakkhitas Zimmer. Und das Podest über der Zimmertür. Eigentlich ganz nett, so von oben auf seine Untertanen herunterzublicken! Angemessen für einen kleinen Prinzen!

Tatsächlich macht es ziemlich viel Spass, auf der Treppe herumzuturnen. Nur haben die Nonnen nicht bedacht, dass der kleine Prinz inzwischen ein grosser Prinz ist. Ein gut genährter grosser Prinz! Sie hätten die Treppe definitv etwas stabiler bauen sollen!

Siha sieht und springt grossmütig über die abgebrochene Treppenstufe hinweg. Von solchen Lappalien lässt sich ein Prinz schliesslich nicht den Tag (und den Spass) verderben!

Bitte praktiziert für Ajahn Suphan

Ayya Phalanyani verbrachte mehrere Jahre bei ihrem Lehrer Ajahn Suphan in Wat Rampoeng im Norden Thailands. Nun haben wir erfahren, dass Ajahn Suphan einen Schlaganfall hatte und große Schwierigkeiten mit Sprechen und Bewegen hat.

Wir chanten für ihn und teilen unsere Verdienste mit ihm. Bitte schließt euch uns an und teilt die Verdienste eurer Praxis mit ihm.

Möge er sich schnell und vollständig davon erholen! Möge er noch lange in der Lage sein, das Dhamma zu verbreiten!

Aufbruch in die weite Welt

Nun ist es soweit! Unsere liebe Bhikkhuni Anuvidita, von manchen liebevoll Nuvidienchen genannt (Wölkchen), ist am 31.12. nach Thailand aufgebrochen. Nach 5 Jahren Training und einigen Monaten liebevoller Unterstützung der frischgebackenen Bhikkhunis, ist es nun Zeit für sie, das liebgewonnene Nest zu verlassen und “auf die Walz zu gehen”.

Unsere liebe Klosterhelferin Sabine fuhr sie zum Flughafen, wo sie Amy und Jonathan traf, die sie nach Thailand begleiten werden.

Mit ihren ganzen Habseligkeiten schwer bepackt macht sie sich auf nach Wat Rampoeng, wo sie bei Ayyas LehrerAjahn Suphan ein Retreat machen wird.

Wie wünschen ihr von Herzen alles Gute für ihre Wanderschaft in der großen weiten Welt. Möge es ihre Praxis beflügeln!