Dhammavortrag am Donnerstag, 22.01.2026, 19:30Uhr

Das graduelle Training – Vom Weltzugewandten zum Arahant

In ihrem Vortrag über die 16 Stufen der Einsicht, Teil 1, erwähnt Ayya Phalanyani zu Beginn, dass es mehrere Möglichkeiten gibt, den Weg zur Herzensreinigung zu beschreiten.

Eine weitere Art ist die Beschreibung des Weges als graduelles Training: der Auszug aus dem Hausleben, welches als “eng” in den Sutten beschrieben wird, über den Eintritt in den Orden und die Übung von Tugend, Sammlung und Weisheit bis zur Zielrerreichung.

“Ein Hausbesitzer hört diese Lehre, … Er fasst Vertrauen zum Klargewordenen und überlegt: ‚Das Hausleben ist eng und schmutzig, aber wenn man fortgezogen ist, ist das Leben weit offen. Es ist nicht einfach, wenn man im Haus lebt, das geistliche Leben ganz vollständig und rein zu führen wie eine blank gescheuerte Muschel. Warum rasiere ich mir nicht Haar und Bart, lege ockerfarbene Roben an und ziehe aus dem Haus fort ins hauslose Leben?‘ …

https://suttacentral.net/mn27/de/sabbamitta?lang=en&layout=plain&reference=none&notes=asterisk&highlight=false&script=latin

https://suttacentral.net/dn2/de/sabbamitta?lang=en&layout=plain&reference=none&notes=asterisk&highlight=false&script=latin

Dhammavortrag am 15.01.2026, 19:30Uhr

Die 16 Stufen der Einsicht – die Praxis mit Vipassanā-ñāṇas, Teil 2

Ayya Phalaññāni wird über die Stufen 7 – 16 der 16 Einsichtsstufen aus dem Visuddhimagga sprechen, die durch die von ihr gelehrten Vipassanamethode nach Ajahn Tong direkt erfahren werden können


Nachtrag zum Pāramīvortrag des Silvesterretreats 2025/26

Das große, ehrfurchteinflößende Verhalten

Ayya Phalaññani beginnt den Vortrag mit den wunderschönen Versen aus dem “Korb der Tugend” / CP35., Yudhañjayavagga im Kuddhaka- Nikaya.

Der „Korb der Tugend“ stellt eine frühe Systematisierung des Bodhisattva-Konzepts und seines Weges zur Erleuchtung dar. Er erzählt 34 vergangene Leben, von denen jedes eine spezifische, vom Bodhisattva entwickelte Tugend veranschaulicht. Es handelt sich um einen späten Text ohne direkte Entsprechungen in den nördlichen Sammlungen. Wie das Buddhavaṁsa ist er Teil einer umfangreichen, sektenübergreifenden Andachtsliteratur, die im 2. und 1. Jahrhundert v. Chr. entstand und die Entstehung des Mahāyāna ankündigte. (Quelle: Sutta Central)

Das große erfurchteinflößende Verhalten

Ich lagerte auf einem Leichenfeld, auf einem Skelett. Dorfrüpel kamen und verspotteten mich auf alle erdenkliche Weise.

Andere brachten mir Weihrauch und Blumen und allerlei gekochte Speisen, alle begeistert und voller Freude.

Diejenigen, die mir Schmerz bereiteten, und diejenigen, die mir Freude schenkten, waren mir gleich. Ich empfand weder Gunst noch Zorn.

Ich fand ein Gleichgewicht zwischen Freude und Schmerz, Ruhm und Schande. „Ich war in jeder Hinsicht gleich: Das ist meine vollkommene Ausgeglichenheit.“

Nachdem ich in verschiedenen vergangenen Leben vielfältiges Leid und Erfolg erfahren hatte, erlangte ich die höchste Erleuchtung.

Ich gab, was ich geben konnte, und lebte die Ethik vorbehaltlos. Nachdem ich die Vollkommenheit der Entsagung erlangt hatte, erlangte ich die höchste Erleuchtung.

Ich befragte die Weisen und unternahm höchste Anstrengungen. Nachdem ich die Vollkommenheit der Akzeptanz erlangt hatte, erlangte ich die höchste Erleuchtung.

Nachdem ich einen festen Entschluss gefasst und auf wahrhaftige Rede geachtet hatte, nachdem ich die Vollkommenheit der Liebe erlangt hatte, erlangte ich die höchste Erleuchtung.

In Gewinn und Verlust, Ruhm und Schande, Achtung und Verachtung, in allem gleich, erlangte ich die höchste Erleuchtung.

Da Faulheit als Furcht einflößend und Energie als Zufluchtsort betrachtet, erwecke Energie: Dies ist die Lehre Buddhas!

Da Streit als Furcht einflößend und Harmonie als Zufluchtsort betrachtet, sei harmonisch und höflich: Dies ist die Lehre Buddhas!

Da Nachlässigkeit als Furcht einflößend und Fleiß als Zufluchtsort betrachtet, entwickle den Achtfachen Pfad: Dies ist die Lehre Buddhas! Die Lehre Buddhas!

So erläuterte Buddha anhand seines eigenen Verhaltens in früheren Leben die Lehre, die als „Legenden des Buddha“ bekannt ist.

https://suttacentral.net/cp35/en/sujato?lang=en&layout=plain&reference=none&notes=asterisk&highlight=false&script=latin


Dhammavortrag am Donnerstag 01.01.2026, 19:30Uhr

Aus dem Neujahrsretreat heraus wird Ayya Phalaññāni den Vortrag über die 10 Paramī halten.

Wir wünschen allen ein gesegnetes Jahr 2026. Mögen die Herzen voll Frieden und Wohlwollen sein. Mögen wir mit Gesundheit und Freude das nächste Jahr gestalten können.

Wenn wir sehen, dass jemand Hilfe braucht, sollten wir sie geben, in dem Maß, wie es uns gerade möglich ist. Hilfe und Wohlwollen trägt den Samen der Widerstandsfähigkeit.

Noch stärker hilft das Vertrauen in die Weisheit Buddhas, der die Vergänglichkeit allen Daseins und die Natur des Geistes lehrt. Das Lernen und eigene Durchdringen der Lehre verhilft zu noch größerer Widerstandskraft, um das zu meistern, was das Leben für uns bereithält.

Mit den besten Wünschen – die Nonnengemeinschaft der Anenja Vihara


Dhammavortrag am Donnerstag, 25.Dezember, 19:30Uhr

Mit dem Ausklang des Jahres halten viele Menschen inne und lassen die Geschehnisse der letzten zwölf Monate Revue passieren

Wir Nonnen arbeiten täglich damit, die Tugendregeln, die wir uns auferlegt haben, umzusetzen und uns darin immer weiter zu entwickeln. Ohne diese Basis ist kein spiritueller Fortschritt zu erwarten.

Es ist wichtig, sich immer und immer wieder diese Grundlagen des monastischen Lebens zu vergegenwärtigen.

Das gleiche gilt für Mensche, die mit der buddhistischen Ethik zu Hause leben in einer etwas vereinfachteren Form.

Ayya Phlaññāni erinnert uns daran mit den Versen der Belehrung des Dhammika aus dem Sutta Nipata 2.14., “Dhammika”.


Sāmanerīweihe am 21.12.2025

Mahesi wird sich jetzt in 10 Regeln beüben, denn am Sonntag legte sie die weißen Roben ab und erhielt die Sāmanerīweihe.

Zu unserer großen Freude spendete die Thaigemeinschaft das neue Robenset inklusive Almosenschale. Zwar ist die Robe noch eine Übergangsrobe in der falschen Farbe, da die “richtige” Robe momentan beim Zoll liegt, was aber der Gültigkeit der Zeremonie keine Abbruch tut.

Som überreicht die Almosenschale.

Ayya Phlaññāni und Novizin Mahesī begeben sich beide in die Abhängigkeit der Lehrer – Schüler – Verbindung. Beide Seiten tragen Sorge und Verpflichtungen gegenüber der anderen.