Dhammavortrag am Donnerstag, 11.12.2025, 19:30 Uhr

Ayya Phalaññāni wird über eine der überragenden Therīs sprechen, die unter dem Buddha als Bhikkhunīs ordinierten:

Khemā Therī – die Weise

Khemā (Pali: Sicherheit, ein Synonym für Nibbāna)

Khemā war berühmt für ihre Weisheit. Es gibt einige Jatakageschichten über sie, aus denen ersichtlich wird, wie sich in vielen Leben unter günstigen Umständen Weisheit durch den Einblick in die Vergänglichkeit allen Lebens herausbilden konnte.

Zur Zeit des Buddha Gotama war sie mit König Bimbisāra verheiratet und stolz auf ihre Schönheit. Als sie mit dem Buddha zusammentraf, erschuf er vor ihren Augen das Bild einer anmutigen Frau, welche ihm Luft zufächelte. Khemā, fasziniert von dieser Erscheinung, konnte den Blick nicht abwenden. Der Buddha ließ diese Schönheit langsam altern, bis nur noch eine faltige, alte Hülle übrig war.

Khemā erkannte, dass auch ihr Körper das selbe Schicksal teilen wird und ihre Einsicht war so tief, dass sie die erste Stufe der Heiligkeit erlangte. Gleich darauf wurde sie Arahanta und trat in den Nonnenorden ein. Sie war bald so berühmt für ihre Weisheit, dass selbst König Pasenadi sie aufsuchte, um sich von ihr belehren zu lassen.

Weniger bekannt ist die Jatakageschichte, in der sie mit dem Bodhisatta verheiratet ist. Dieser ermahnt seine Familie wieder und wieder, die Unbeständigkeit und Unsicherheit des Lebens zu kontemplieren und sich des Todes gewiss zu werden.

Khemā tut dies. Und als ihr kleiner Sohn stirbt, hat sie Weisheit in solchem Maße entwickelt, dass sie vollkommenem Gleichmut bewahren kann.

“Wie ihre alte Haut die Schlange
nur abstreift und dann weitergeht,
so ist es, wenn der Körper nicht mehr
genießt, wenn man gestorben ist.

Da er verbrannt ist, weiß er nicht,
dass die Verwandten um ihn klagen.
Deshalb betraure ich ihn nicht;
er ist zu seinem Ziel gekommen.“

Unaufgefordert kam er her
und ohne Abschied ging er wieder.
So wie er kam, so ging er auch;
warum sollt’ ich darüber jammern?

Da er verbrannt ist, weiß er nicht,
dass die Verwandten um ihn klagen.
Deshalb betraure ich ihn nicht;
er ist zu seinem Ziel gekommen.“

Wer gerne die gesamte Jatakageschichte lesen möchte, kann sie unter folgendem Link finden:

https://suttacentral.net/ja354/de/dutoit?lang=en&reference=none&highlight=false

Mögen wir Khemā als Vorbild nehmen und unermüdlich kontemplieren, dass auch wir vergänglich sind. Mögen wir dadurch weicher und demütiger werden, freundlicher und sanft.


Dhammavortrag am 04.12.2025, 19:30Uhr

An diesem Donnerstag hält Ayya Agganyani den Dhammavortrag in Vertretung für Ayya Phalaññāni.

Die Abidhammaexpertin spricht über:

Nāma und rūpa im Kontext von Abhidhamma, Paṭiccasamuppāda und in Bezug auf die Vipassanā-Praxis

im Visuddhimagga, Kapitel 18, ist zu lesen:

“…Gleichwie nämlich eine hölzerne Gliederpuppe leer ist, leblos und untätig, aber dennoch vermittels einer Ziehvorrichtung sich bewegt und stehen bleibt und voll Leben und Tätigkeit zu sein scheint, so auch sind das Geistige und Körperliche an sich etwas Leeres, Lebloses, Untätiges; dadurch aber, daß sie gegenseitig auf einander einwirken, geht und steht diese geistig-körperliche Verbindung und erscheint voll Leben und Tätigkeit. Daher sagen die Alten Meister :

“In Wirklichkeit gibt’s bloß den Körper und den Geist,
Und nicht zeigt sich dabei ein Wesen oder Mensch,
Denn leer ist dies, wie eine Puppe konstruiert,
Ein Haufen Elend und vergleichbar Holz und Stroh.”

“…Gleichwie nämlich bei zwei Rohrbündeln, die so aufgestellt sind, daß sie sich gegenseitig stützen, das eine dem anderen eine Stütze bietet und, wenn das eine fällt, auch das andere fallen muß: genau so sind im Fünfgruppendasein das Geistige und das Körperliche gegenseitig bedingt, und das eine bildet für das andere eine Stütze, so daß, wenn das eine im Tode fällt, auch das andere fallen muß. Darum sagen die Alten Meister :

“Als Paar sind Geist und Körper beide
Sich gegenseitig eine Stütze;
Sobald die eine Stütze bricht,
Zerbrechen alle zwei zugleich.”

https://palikanon.com/visuddhi/vis18.html


Morgenmeditation montags 05:30Uhr – 06:50Uhr

Wer die Woche mit einem freudvollen, klaren und balancierten Geist beginnen möchte, ist herzlich eingeladen, sich jeden Montag zum Morgenchanting mit Suttalesung und zur stillen Meditation online zuzuschalten.

Den Zugangslink senden wir euch per E-Mail zu.

Wir freuen uns sehr auf die gemeinsame Praxis. Möge sie Kraft, Freude und Inspiration schenken.


Dhammavortrag, Donnerstag 19.11.2025, 19:30Uhr

An diesem Donnerstag wird Ayya Phalaññāni über Wut und den Umgang damit sprechen. Wer am Vortag teilnehmen möchte und noch keine Zugangsdaten für den Zoomlink hat, kann gerne eine Mail an uns senden: anenja-vihara@outlook.com.


Nächstes Jahr wird das Dach des Klosters neu gedeckt. Es müssen unerfreulicherweise zwei Bäume gefällt werden, die dem Zugang zum Dachbau im Wege stehen.

Um alle Wesen, die in und um diese Bäume herum wohnen, nicht zu erzürnen und ihnen Zeit zu geben, sich um ein neues Zuhause kümmern zu können, haben wir gechantet. Chantings sind ein sehr erpobtes Mittel, um Emotionen zu besänftigen, den Geist zu klären und ins Vertrauen zu bringen.

Die Ulme an der Zufahrt wurde als erstes abgesägt. Wir haben Parittas gechantet und vor ihr meditiert. Einige Tage später wurde sie dann gefällt. Der Zuschnitt vom Stamm trocknet jetzt für die Klosteröfen und den Rest hat der Nachbar mit dem Traktor abgeholt.

Im Dezember kommt eine Firma und fällt den Nadelbaum direkt vorm Haus.

Zwei neue Bäume werden nach dem Dachbau gepflanzt.


Dhammavortrag am 14. November 2025, 19:30Uhr

Zu Gast in der Anenja Vihara sind die Bhikkhunis Ayya Mettajivi und Ayya Jutindhara. Sie werden den Dhammavortrag halten und über ihr Leben in Kamboscha berichten, wo sie den Bhikkhuniorden wieder etablieren.

Ayya Jutindhara beendete ihre Ausbildung bei Ayya Phalaññāni in der Anenja Vihara 2024. Ayya Mettajivi ordinierte 2018 in Sri Lanka.


Einladung zur Online-Konferenz von Sakyadhita Germany Sonntag, 9. November 2025, von 17 bis 18.30 Uhr

“Die internationale Vereinigung buddhistischer Frauen, Sakyadhita, ist auch in Europa aktiv mit Zweigen in Deutschland, Frankreich und Spanien. Gemeinsam setzen wir uns weltweit für mehr Sichtbarkeit, Gleichstellung und selbstbewussteres Auftreten buddhistischer Frauen ein. Zu dieser offenen Online-Konferenz von Sakyadhita Germany sind alle willkommen, die sich für den Buddhismus und die Stärkung weiblicher Perspektiven im Dharma interessieren – unabhängig vom Ordinationsstatus, Geschlecht und von der buddhistischen Tradition.

Im Mittelpunkt der Konferenz stehen Fragen, die viele bewegen: Warum übernehmen Frauen seltener Verantwortung in spirituellen Gemeinschaften? Was hindert sie daran, sichtbar zu werden – innere Zweifel, äußere Erwartungen, kulturelle Prägungen? Wie kann der Weg zu mehr Selbstbewusstsein, Mut und innerer Freiheit aussehen?

Es braucht weibliche Vorbilder, neue Ideen, Flexibilität – und vor allem den Mut, alte Rollenbilder zu hinterfragen und neue Wege zu beschreiten. Lass dich inspirieren, teile deine Erfahrungen, werde Teil einer wachsenden Gemeinschaft.”

– sakyadhita-germany.org


Sprecherinnen: Dr. Carola Roloff, Doko Waskönig und Ayya Phalanyani
Moderation: Dr. Thea Mohr


ZOOM-LINK:
https://us02web.zoom.us/j/87417730032?pwd=zCccFxsSb0mcsEeCfWQJhqhqc6TBab.1
oder per ID: 874 1773 0032 und Zugangscode : 983678

Morgen ist alternativer Uposathatag – 08.November2025

Speziell für alle diejenigen, die es aufgrund des Arbeitsalltags nicht ermöglichen können, den lunaren Uposathatag mit 8 Regeln zu verbringen –

Morgen ist Uposathatag – ein Tag der inneren Einkehr

Ihr seid herzlich eingeladen, morgen früh 08:00Uhr per Zoom die Regeln zu nehmen:

https://us02web.zoom.us/j/84051301619?pwd=bEhHczdSZEdZVWhFdnVuUmlGQWxuQT09

Meeting-ID: 840 5130 161Kenncode: 255509