Ayya Phalaññāni wird über eine der überragenden Therīs sprechen, die unter dem Buddha als Bhikkhunīs ordinierten:
“Khemā Therī – die Weise“
Khemā (Pali: Sicherheit, ein Synonym für Nibbāna)
Khemā war berühmt für ihre Weisheit. Es gibt einige Jatakageschichten über sie, aus denen ersichtlich wird, wie sich in vielen Leben unter günstigen Umständen Weisheit durch den Einblick in die Vergänglichkeit allen Lebens herausbilden konnte.

Zur Zeit des Buddha Gotama war sie mit König Bimbisāra verheiratet und stolz auf ihre Schönheit. Als sie mit dem Buddha zusammentraf, erschuf er vor ihren Augen das Bild einer anmutigen Frau, welche ihm Luft zufächelte. Khemā, fasziniert von dieser Erscheinung, konnte den Blick nicht abwenden. Der Buddha ließ diese Schönheit langsam altern, bis nur noch eine faltige, alte Hülle übrig war.
Khemā erkannte, dass auch ihr Körper das selbe Schicksal teilen wird und ihre Einsicht war so tief, dass sie die erste Stufe der Heiligkeit erlangte. Gleich darauf wurde sie Arahanta und trat in den Nonnenorden ein. Sie war bald so berühmt für ihre Weisheit, dass selbst König Pasenadi sie aufsuchte, um sich von ihr belehren zu lassen.
Weniger bekannt ist die Jatakageschichte, in der sie mit dem Bodhisatta verheiratet ist. Dieser ermahnt seine Familie wieder und wieder, die Unbeständigkeit und Unsicherheit des Lebens zu kontemplieren und sich des Todes gewiss zu werden.
Khemā tut dies. Und als ihr kleiner Sohn stirbt, hat sie Weisheit in solchem Maße entwickelt, dass sie vollkommenem Gleichmut bewahren kann.
“Wie ihre alte Haut die Schlange
nur abstreift und dann weitergeht,
so ist es, wenn der Körper nicht mehr
genießt, wenn man gestorben ist.Da er verbrannt ist, weiß er nicht,
dass die Verwandten um ihn klagen.
Deshalb betraure ich ihn nicht;
er ist zu seinem Ziel gekommen.“Unaufgefordert kam er her
und ohne Abschied ging er wieder.
So wie er kam, so ging er auch;
warum sollt’ ich darüber jammern?Da er verbrannt ist, weiß er nicht,
dass die Verwandten um ihn klagen.
Deshalb betraure ich ihn nicht;
er ist zu seinem Ziel gekommen.“
Wer gerne die gesamte Jatakageschichte lesen möchte, kann sie unter folgendem Link finden:
https://suttacentral.net/ja354/de/dutoit?lang=en&reference=none&highlight=false

Mögen wir Khemā als Vorbild nehmen und unermüdlich kontemplieren, dass auch wir vergänglich sind. Mögen wir dadurch weicher und demütiger werden, freundlicher und sanft.











