Liebevolles Miteinander – Dhammavortrag am Donnerstag, den 23. April

Egal, ob wir als Laie in der Welt oder als Nonne im Kloster leben: überall haben wir es mit anderen Menschen zu tun. Wo immer Menschen mit ihren unterschiedlichen Wünschen und Ansichten aufeinandertreffen, entstehen unweigerlich Konflikte. Wie können wir ein liebevolles, harmonisches Miteinander gestalten? Wie können wir vermeiden, dass Groll über zurückgestellte Wünsche und Bedürfnisse entsteht?

Aus welchem Grund führt man den heiligen Lebenswandel?

Der April hat begonnen und gerade fliegen noch dicke Schneeflocken um die Anenja Vihara herum, voll mit Nässe, also werden sie nicht lange liegen bleiben. Die Vögel lassen schon mehr von sich hören und die ersten Narzissen und Bärlauchblätter kommen aus der Erde. Der Frühling ist im Anmarsch – Wandel , immer wieder – jetzt – ein Moment und schon vorbei.

Auch im Innen entsteht der Moment und vergeht. Nichts zu halten und laufen zu lassen, die Unbeständigkeit des Daseins und das Leid, welches das Festhalten mit sich bringt – das muss betrachtet und erkannt werden. Dazu leben wir Nonnen im Kloster, geleitet vom Dhamma des Buddha. Lernen wir es in uns kennen und können wir es fruchtbar umsetzen, dann können wir es in andern viel besser sehen und unterstützend für jeden da sein.

“Was ist der Zweck”

“… zu welchem Zweck führt man das geistliche Leben unter dem Asketen Gotama?‘ ‚Der Zweck, zu dem man das geistliche Leben unter dem Buddha führt, ist es, das Leiden vollständig zu verstehen.‘…

…Gibt es einen Pfad und eine Übung, um dieses Leiden vollständig zu verstehen?‘, ‚Es gibt einen solchen Pfad.‘

… Es ist einfach dieser edle achtfache Pfad: nämlich rechte Ansicht, rechtes Denken, rechte Rede, rechtes Verhalten, rechter Lebenserwerb, rechter Einsatz, rechte Achtsamkeit und rechte Versenkung. Das ist der Pfad und die Übung, um dieses Leiden vollständig zu verstehen…” – Kimatthiyasutta, SN45.5


Dhammavortrag am Donnerstag, 02.04.2026, 19:30Uhr

Rechte Rede und Authentizität

Für viele von uns ist das 4. Sīla, die rechte Rede, immer ein Thema. Aus eigenen Ansichten, gewohnheitsmäßigen Kommunikationsmustern und unreflektiertem Selbstverständnis heraus können ganz schnell Mißverständnisse und Unheilsamkeit zwischen den Kommunikationspartnern erwachsen.

Hier im Kloster gehört die Rechte Rede zu unseren tagtäglichen Selbstverpflichtungen, die wir mal mit mehr und mal mit weniger Erfolg umsetzen. Also üben wir immer wieder, fangen immer wieder von vorne an.

Wie gelingt eine Kommunikation, die wohlwollend und authentisch ist?

Ayya Rakkhita beleuchtet, wie Authentizität in der Rechten Rede gelingen kann.

https://suttacentral.net/sn45.8/de/sabbamitta?lang=en&layout=plain&reference=none&notes=asterisk&highlight=false&script=latin

Aktuelle Ankündigung

28.3. bis 16.5. und die ersten zwei Juliwochen wird Ayya Phalanyani in ihrer Auszeit sein und sich hoffentlich in der Wärme gut erholen. Leider ist es für Ayya Anuvidita aufgrund der derzeitigen Lage nicht möglich nach Deutschland zu fliegen, weshalb sie nach einem kurzen Aufenthalt in Sri Lanka möglicherweise dieses Jahr in Thailand bleiben wird. Vom 14.3. bis Mitte Juli wird Ayya Rakkhita bei uns im Kloster sein und viele der Bhikkhuni-Pflichten übernehmen. Vom 5.5. bis 20.5. wird uns Samaneri Viveka im Kloster besuchen, die zurzeit in Amaravati in England lebt und als eine der ersten Nonnen unter Ayya Mudita hier im Kloster begonnen hat.

Ab April ist unsere Stille- und Rückzugszeit zu Ende und wir erwarten wieder viele neue und altbekannte Gäste und freuen uns, anderen Wesen die Möglichkeit zu geben an der Stille, Einsicht und der gesamten Klosteratmosphäre teil zu haben. 

Im Laufe des Monats Mai soll die geplante Dachsanierung beginnen und wird voraussichtlich 4-5 Wochen dauern. Der Klosterbetrieb kann trotz der Sanierung ganz normal weiter geführt werden und Gäste sind jederzeit herzlichst willkommen. Allerdings ist in den Monaten Mai und Juni, je nach Start und Dauer, mit den entsprechenden Nebenwirkungen wie Lärm und Unruhe zu rechnen. Dies bietet eine wunderbare Gelegenheit zu lernen, auch unter unruhigen Bedingungen die Ruhe im Herzen zu bewahren. Es bietet auch eine schöne Möglichkeit Metta zu üben und Verdienste zu sammeln, indem man den Handwerkern wohlwollend eine Hand reicht, wo nötig.

Wir sind unheimlich dankbar über die so wunderbare Unterstützung von allen Seiten für unseren großartigen Verein. Wir danken für die Möglichkeit hier in der Anenja Vihara einen Ort zu haben, an dem tiefe Dhammapraxis möglich ist. Vor allem ein unendlicher Dank an unsere Äbtissin Ayya Phalanyani für ihre Weisheit und Anleitung, um uns Nonnen in bestmöglicher Weise auszubilden und den Weg zur Befreiung vom Leid zu bahnen. 

Für ein friedliches, einsichtsreiches und gesegnetes Jahr,

eure Nonnengemeinschaft der Anenja Vihara